Konzert: Walpurgisnacht
Programm
Franz Liszt
Die Glocken des Strassburger Münsters
Camille Saint-Saëns
Danse Macabre op. 40
Hugo Wolf
Der Feuerreiter für Chor und Orchester
Felix Mendelssohn Bartholdy
Die erste Walpurgisnacht op. 60
Mitwirkende
Ulrike Malotta Mezzosopran
Patrick Grahl Tenor
Daniel Ochoa Bass
Kartäuserkantorei Köln
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn e. V.
Philharmonisches Orchester Hagen
Paul Krämer Dirigent
Tickets
Karten zu 53 / 47 / 40 / 32 / 24 / 16 EUR (inkl.
Vorverkaufsgebühren) erhältlich über koelner-philharmonie.de,
KölnTicket und alle angeschlossenen Vorverkaufsstellen
Was ist nachts auf dem Friedhof los? Warum läuten die Glocken, von keinem Menschen bedient? Woher kommt der Reiter mit der roten Mütze? Und was passiert in der Mainacht auf dem Berg?
Die Lust am Gruseln gibt es nicht erst, seit es Horrorfilme gibt. Auch im 19. Jahrhundert lag ein Schauer in der Luft: Die „Schwarze Romantik“ beschwor in Balladen, Romanen und Liedern Dämonen, Untote und Übersinnliches herauf.
In der Ballade „Die erste Walpurgisnacht“ nimmt Johann Wolfgang von Goethe uns mit auf den Brocken: Das „Heidenvolk“ versetzt die „christlichen Wächter“, die das Frühlingsfest verhindern wollen, in Angst und Schrecken. Felix Mendelssohn Bartholdy vertonte das Spiel kontrastreich: Strenge trifft auf dämonischen Widerstand, Idyll auf wilde Ausgelassenheit.
Der ausgelassene nächtliche Tanz der Toten in Camille Saint-Saëns Danse Macabre sprengt auch gesellschaftliche Grenzen: „Le roi gambader auprès du vilain!“ (Der König tollt mit dem Schurken umher) heißt es in der Ballade „Liberté, fraternité“ von Henri Cazalis, auf der das Werk beruht: „Vive la mort et l’égalité!“ (Es lebe der Tod und die Gleichheit!)
Die Glocken des Strassburger Münsters von Franz Liszt beschreiben einen erbitterten Kampf mit dem Teufel um Kreuz und Glocken. Und Eduard Mörikes „Feuerreiter“ ist stets in der Nähe, wenn Unheil durch Feuer droht – das Flackern seiner Mütze eilt der Katastrophe voraus.
Finden Sie mit uns heraus, mit welchen musikalischen Mitteln die Komponisten Liszt, Mendelssohn Bartholdy, Saint-Saëns und Wolf den Schauer heraufbeschwören. Im Danse Macabre etwa zeichnet das Xylophon das Klappern der Knochen der Skelette nach. Durch „Verstimmen“ der Solovioline wird das „Teufelsintervall“ betont. Andere Stilmittel sind wilde Rhythmen und große dynamische Unterschiede.