la vita nuova
»Auch unser waches Dasein ist ein Land, an dem es an verborgenen Stellen in die Unterwelt hinab geht, voll unscheinbarer Örter, wo die Träume münden.« Walter Benjamin
Als Reaktion auf die Verheerungen des Ersten Weltkriegs und den aufkommenden Faschismus in den 20er Jahren entstand die künstlerische und politische Bewegung des Surrealismus. In Anlehnung daran und in einer ähnlich erscheinenden politischen Situation stellen wir den Begriff des Surrealen in den Mittelpunkt unserer Konzeption; nicht als Weltflucht, sondern als ermächtigende kämpferische Methode.
Wir wollen einen die Wirklichkeit herausfordernden Ort kreieren und dafür an einen Alltagsort, in ein Schwimmbad gehen. Dabei wird die Transformation des Raumes durch Körper, Musik und Aktion zum Träger der surrealistischen Idee. Wo die Surrealisten in ihrer Forderung nach Freiheit die ästhetische Dimension der Erotik berührten, wollen wir einen Blickwinkel queeren Begehrens einbeziehen und die Performance als surrealistischen Rausch verorten.
Instrumente und Materialien aus Holz und Metall werden als szenographische Elemente Sehgewohnheiten herausfordern und die Musizierenden den Tänzerinnen als bewegte Akteurinnen gegenübergestellt und mit ihnen verflochten.
KONZEPT, CHOREOGRAPHIE Ben Rentz DRAMATURGIE Yoreme Waltz TANZ Fatemeh Azizi, Vein Narges Azizi, Esmée A. Capsié, Nava Ilfu, Santiago Sánchez Ramírez, Anton Schuster, Fannie Vakalopoulou, Ferdinand Waltz, Pia Weber PERCUSSION Leonie Klein TUBA, TROMPETE, POSAUNE Gérard Buquet, TUBA Fanny Metéier KOSTÜM Ben Rentz, Yoreme Waltz GRAFIK Svenja Dalferth, Jasmin Mahmoud REGIE- und KOSTÜMASSISTENZ Rabea Sene AUSSTATTUNGSASSISTENZ Emmy Tema HOSPITANZ Tabea Sen ASSISTENZ TECHNISCHE LEITUNG Lorenz Hohn TECHNISCHE LEITUNG Nik Wallbaum
Eine Produktion des ensemble ben rentz, in Koproduktion mit den Karlsruher Bädern, dem Tanzhaus Basel und der Andreas C.H. Schell Stiftung. Gefördert durch das Kulturamt I Kulturbüro der Stadt Karlsruhe, die Riemschneider Stiftung, den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und vom Musikfonds e.V. mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.